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Ökologische Aspekte
Der Lebensraum Wattenmeer - wie er an der Deutschen
Nordseeküste vorliegt - ist weltweit einzigartig. Verantwortlich dafür
ist das Aufeinandertreffen der folgenden Faktoren:
- Der Meeresboden fällt zur offenen Nordsee hin
nur leicht ab (max. 10 m tief).
- Große Flüsse, die in das Wattenmeer münden,
führen Sediment mit, das sich hier ablagert.
- Bei einem Tidenhub (Unterschied Hochwasser -
Niedrigwasser) von über 1,7 m ist die Gezeitenströmung kräftig
genug, Material aus dem Meer anzulanden.
- Die aus dem angelandeten Sand entstandenen
Dünen und Sandbänke wirken als natürliche Wellenbrecher.
- Das gemäßigte Klima bedingt den offenen
Charakter der Gezeitenlandschaft.
Das Wattenmeer hat wichtige Bedeutung als:
- Lebensraum für Seehunde.
- Zentraler Rastplatz des ostatlantischen
Vogelzuges.
- Brut- und Mausergebiet für Wat- und
Wasservögel.
- Winterquartier für nordische Wildgänse.
- Kinderstube der Nordseefische.
- "Speisekammer" der Nordsee.
- Lebensraum für besondere Pflanzen und Tiere,
die sich an die den Einfluss von Salz und Wind, Überflutung oder
Übersandung angepasst haben.
- Seit Jahrhunderten Kulturraum und Heimat der
hier lebenden und arbeitenden Menschen.
- Erholungsgebiet für Hunderttausende von
Urlaubsgästen.
Lebensräume im Wattenmeer:
- Das Watt: der Teil des Wattenmeeres, der im
Wechsel der Gezeiten regelmäßig überflutet wird. Es ist von Prielen
durchzogen, welche auch in Ebbezeiten Wasser führen. Die zahlreichen
Kleinstlebewesen im Watt bieten ein reichhaltiges Nahrungsangebot
für Fische und Vögel.
- Salzwiesen: Salzwiesen entstehen an den
Südseiten der Inseln und vor dem Deich besonders in den Buchten,
wenn sich soviel Sand und Schlick abgelagert haben, dass die Flächen
"aus den Gezeiten herauswachsen" und nur noch unregelmäßig
überflutet werden. Sie bieten den Lebensraum für hochspezialisierte
Lebensgemeinschaften.
- Dünen und Strände: bilden sich vor allem an
der Ost- und Nordseite der Inseln. Dünen wachsen aus herangewehtem
Sand heran, der durch tief wurzelnde und sprossende Pflanzen
zusammengehalten wird. Als natürliche Wellenbrecher bieten sie
Schutz vor Überflutungen.
Aufgrund seiner herausragenden ökologischen Stellung ist der
Nationalpark mehrfach ausgezeichnet worden. Er zählt als Feuchtgebiet
internationaler Bedeutung (Ramsar-Konvention) seit 1976, Europäisches
Vogelschutzgebiet (Vogelschutzrichtlinie) seit 1988 und
Biosphärenreservat seit 1993.
Es werden Bemühungen angestrengt, ihn zum Weltnatur- und Weltkulturerbe
erklären zu lassen.

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Veranstaltungskalender
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