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Jahreszyklus

 

Der Jahreszyklus des Seehundes wird in großen Maße von der Tatsache, dass er das Wattenmeer als Geburtsort seiner Jungen braucht, beeinflusst. Außerdem ist die Sandbank der einzige Ort, an dem er engen Kontakt zu seinen Artgenossen hat.

Schließlich ist der Seehund kein Rudeltier, sondern ein Einzelgänger. Auf Sandbänken liegen sie lediglich aus Sicherheitsgründen zusammen. 

 

Tragezeit

Die Entwicklung des Lebewesens von der Befruchtung bis zur Geburt dauert eigentlich nur acht Monate. Allerdings würde sich dann der Zeitpunkt der Geburt jedes Jahr um ca. zwei Monate verschieben oder die Paarung der Seehunde würde in jene Zeit fallen, in der sich der Seehund in der offenen Nordsee befindet und kaum Kontakt zu anderen Tieren hat. Deshalb durchlebt das bereits mehrfach geteilte Ei, die sogenannte Blastocyste, eine zwei- bis dreimonatige Ruhephase, in der sie sich nicht weiter teilt. Erst dann fährt die Entwicklung, wie bei allen maderartigen Tieren, in der Entwicklungsphase fort, so dass die Tragezeit sich insgesamt auf ca. elf Monate beläuft.

 

Geburtszeit / Säugezeit

Da Seehunde Lungenatmer sind, können sie nicht unter Wasser gebären. Deshalb findet die Geburt an Land, in der Regel auf einer Sandbank, statt. Nur während sich die Tiere im Wattenmeer befinden, können sie werfen. Da ausreichend Zeit für die Säugung der Jungen, die ebenfalls im Trockenen vonstatten geht, benötigt wird, ist die Geburt bereits im Juni bis Juli, also zu Beginn des Aufenthaltes im Wattenmeer. Die Jungen werden ~ 5 Wochen gesäugt, bis sie ihr Gewicht verdoppelt bis verdreifacht haben und alleine überleben können.

 

Paarungszeit

Auch die Paarung fällt in jene Zeit, in der sich die Seehunde im Wattenmeer befinden und Kontakt zueinander haben. Im Winter leben sie als Einzelgänger in der offenen Nordsee.

Sobald die Weibchen sich von ihrem Nachwuchs abwenden, beginnen die geschlechtsreifen Männchen (ab ca. 6 Jahren) zur Paarung aufzufordern: Sie ,,bullern“, das heißt sie geben gluckernde Geräusche während des Schwimmens von sich.

Wie bei vielen anderen Tierarten finden auch bei den Seehundrüden Kämpfe statt. Vor allem in der Halsregion treten empfindliche Verletzungen auf, die aber meist nicht tödlich sind.

Die Paarung findet im Wasser statt.

 

Fellwechsel

Der Fellwechsel ist eine anstrengende Angelegenheit für die Hunde. Es ist wichtig, das sie sich zwischendurch auf der Sandbank ausruhen und Sonne tanken können. Durch die Wärme und das UV- Licht wird das Wachstum des Haarkleides angeregt (Vitamin- D- Produktion).


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